Publication Alert: Neue Studie in Social Science & Medicine veröffentlicht
Wir freuen uns, dass unsere Studie „This didn’t exist back then”: A Focus Group Study on Adolescents’ Perceptions of Mental Illness in the Context of Family, Peers, and Social Media in Social Science & Medicine veröffentlicht wurde.
In neun Fokusgruppen mit insgesamt 30 Jugendlichen aus dem Grossraum München haben wir darüber gesprochen, wie psychische Erkrankungen im Kontext von Familie, Gleichaltrigen und sozialen Medien wahrgenommen und kommuniziert werden.
Dabei zeigten sich vier wiederkehrende Muster:
Verharmlosung – psychische Erkrankungen werden als „nur eine Phase“ oder als Einstellungsproblem abgetan. Diese Ansicht ist besonders bei Eltern verbreitet.
Mobbing – Jugendliche berichten von Spott, Ausgrenzung und abwertenden Reaktionen.
Ernsthafte Auseinandersetzung – psychische Belastungen werden anerkannt und mit emotionaler oder praktischer Unterstützung begleitet.
Romantisierung – psychische Erkrankungen werden insbesondere in sozialen Medien ästhetisiert oder als Teil der eigenen Identität dargestellt.

Die Ergebnisse zeigen, dass Ansichten zu psychischen Erkrankungen im familiären Umfeld, unter Gleichaltrigen und in sozialen Medien mit beeinflussen können, ob Jugendliche über ihre Probleme sprechen, sich zurückziehen, Hilfe suchen oder Unterstützung erfahren. Sie zeigen, wie wichtig unterstützende Kommunikation, Maßnahmen gegen Mobbing und ein reflektierter Umgang im Alltag Jugendlicher sind.




